Fake News beeinflussen die Märkte und den Goldpreis

Die Aktienmärkte bekamen Aufwind und Gold musste einen Rücksetzer hinnehmen, nachdem sich der vermeintliche Skandal um den US-Präsidenten Donald Trump als reine Fiktion und Schmutzkampagne seiner Gegner herausstellte. Die gestrige öffentliche Befragung des ehemaligen FBI-Chefs Comey wischte letzte Zweifel an Trump von Tisch und auch die vermeintliche Wahlhilfe Russlands in Trumps Wahlkampf entpuppte sich als haltloses Hirngespinst der Sozialisten, die scheinbar vor nichts zurückschrecken, um den amerikanischen Präsidenten zu schaden und die amerikanischen Werte zu zerstören. Obwohl schon die am Mittwoch im Voraus veröffentlichte schriftlich verfasste Aussage des gefeuerten Ex-FBI Chefs dies alles klar offenlegte und die amerikanische Presse zurückruderte, fantasiert die bundesrepublikanische Einheitspresse bis zum heutigen Tag weiterhin von vermeintlichen Skandalen und Skandälchen des US-Präsidenten, die es nie gab. Von seriöser und verantwortungsvoller Berichterstattung ist die bundesdeutsche Medienlandschaft scheinbar Lichtjahre entfernt, wodurch sich diese wieder einmal als seriöse Informationsquelle disqualifiziert. Immerhin fantasiert man nicht mehr von einer Amtsenthebung des US-Präsidenten, was von Anfang an völlig absurd war.

Der ehemalige US-Abgeordnete und Ex-Präsidentschaftskandidat Ron Paul sieht im FBI eine Behörde, die im ersten Weltkrieg geschaffen wurde, um die Bürger auszuspionieren und bis heute von der Regierung dafür genutzt wird. Ron Paul hält diese Behörde für völlig überflüssig und sollte demnach abgeschafft werden. Dieser Fall zeigt deutlich, wie weit sich die mediale Berichterstattung von der Wahrheit entfernen und unverantwortlich einseitig und völlig hysterisch einen Skandal stricken kann, obwohl es dafür nicht die geringste Grundlage gibt. Die Märkte wurden durch diese „Fake News“ der Mainstreampresse deutlich beeinflusst, wobei der Aktienmarkt unter Druck gesetzt wurde während Edelmetalle als sicherer Hafen gesucht waren.

Minuten vor den Aussagen Comeys hatte sich jemand dafür entschieden, 4 Mrd. $ an Gold Futures am Terminmarkt zu verkaufen. Scheinbar wurde es einigen noch rechtzeitig klar, dass diese Aussagen keine Regierungskrise auslösen würden. Der Goldpreis fiel binnen 15 Minuten um 10 Dollar auf 1.272$, wobei dieser aktuell immer noch über der wichtigen Unterstützung von 1.260$ notiert. Auch Silber litt unter Gewinnmitnahmen und steht nun kurz davor den kurzfristigen Aufwärtstrend zu brechen. In den letzten beiden Wochen konnten wir auffällige Bewegungen am Terminmarkt ausmachen, die für eine Preisdrückung oberhalb des Abwärtstrends mit Preisen über 1.260$ spricht, was kurzfristig wie ein Damoklesschwert über dem Anstieg hängt.

Der Goldpreis fiel um 10$, nachdem klar wurde, dass die Anschuldigungen gegen Trump nur heiße Luft sind

EZB bleibt auf Abwertungskurs

Die Europäische Zentralbank hatte in den vergangenen Wochen bereits mehrmals angekündigt die Zinsen noch bis Ende 2018 auf dem aktuell niedrigen Niveau belassen zu wollen. So verwunderte es auch nicht, dass Mario Draghi dies auf der gestrigen Ratssitzung der Europäischen Zentralbank noch einmal bekräftigte. Abwärtsrisiken für die Wirtschaft im Euroraum sieht man nun nicht mehr und auch in der zuletzt relativ stark angestiegenen „Inflation“ (Teuerung) erkennt man nur ein temporäres Phänomen, weshalb man auch keinen Grund habe, das monatliche Ankaufvolumen in Höhe von 60 Mrd. Euro zu reduzieren. Nach den Terminmarktdaten haben bereits sehr viele Spekulanten auf eine Änderung der Geldpolitik in der Eurozone und somit auf einen weiter ansteigenden Euro zum US-Dollar gewettet. Nachdem Draghi diesen Kurs jedoch nicht eingeschlagen hat, Trump gestärkt aus der Krise hervorgegangen ist und zusätzlich eine Zinsanhebung in den USA am 14. Juni sehr wahrscheinlich geworden ist, (hatten wir alles so erwartet und auch geschrieben in unseren Analysen) erwarten wir, dass unsere Rechnung aufgehen und es bald zu einem Long-Drop beim Euro kommen wird. Enttäuschte Bullen würden für einen ersten Rücksetzer sorgen, der sich in eine richtige Verkaufspanik wandeln könnte in den kommenden Wochen und Monaten. Wir sind bis zu einem nachhaltigen Wechsel der Geldpolitik in Europa und den USA bärisch gestimmt für den Euro zum US-Dollar. Vor einem Wechsel erwarten wir einen finalen Sell Off im Euro und wollen eine extrem bärische mediale Berichterstattung zum Euro sehen, bevor wir antizyklisch optimistisch würden und dann eine Änderung der Geldpolitik auch für eine nachhaltige Trendwende sorgen sollte. Das Smart Money braucht immer erst eine Gelegenheit um die Gegenposition einzugehen, wofür eine Verkaufspanik beim Euro nötig sein wird. Erst deutlich unterhalb der Partität zum Dollar würden wir wahrscheinlich einen Politikwechsel sehen, was den aktuellen Wechselkurs ideal für einen Short-Trade bzw. eine Absicherung eines Euro-Portfolios erscheinen lässt.

Der Euro wird weiter abwerten und der Goldpreis wieder ansteigen

Die offiziell ausgewiesene „Preissteigerungsrate“ des harmonisierten Verbraucherpreisindexes von zuletzt 1,5%, auf die sich EZB-Chef Draghi bezog, spiegelt nicht den realen Kaufkraftverlust des Euros wieder. Nach unseren Berechnungen dürfte die reale Teuerung rund 5% höher liegen, womit sich die Vermögen der Menschen weiterhin jährlich deutlich entwerten. Die EZB erfüllt damit vorbildlich ihre wahre Aufgabe der Sozialisierung der Schulden des Bankensystems und des Staates auf Kosten der Steuerzahler. Angesichts des neu entstandenen Währungswettbewerbs am Markt für Kryptowährungen muss immer lauter über eine Abschaffung der Europäischen Zentralbank und der Bundesbank zugunsten privat geschaffener Währungen nachgedacht werden. Der Misserfolg des Euros seit seiner Einführung und die Historie von katastrophalen Eingriffen seitens der anderen Notenbanken unterstreichen die Forderungen nach einer Liberalisierung des Währungswettbewerbes. Dass Gold und Silber seit der vergangenen Woche in Arizona wieder als offizielles gesetzliches Zahlungsmittel gelten, stellt einen weiteren Sargnagel für das zentralistisch staatliche Geldmonopol dar. Die Zentralbanken werden sich mit dem Drucken von Geld und dem einhergehenden Vertrauensverlust selbst ins Aus schießen, was sicher wie das Amen in der Kirche scheint. Vermögen, die in Euro gehalten werden, müssen dabei zwangsläufig weiter an Wert verlieren. Deshalb bleibt es wichtig, dass Investoren und insbesondere die Altersvorsorge der kleinen Leute vor der Euroabwertung gerettet werden, indem man in den sicheren Hafen der Edelmetalle flüchtet.

„Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null“

Voltaire

TECHNISCHE ANALYSE ZU PLATIN

Die wöchentlich von der US-Terminmarktaufsicht „CFTC“ veröffentlichten Daten für Platin zeigen die letzten beiden Wochen leichte Schwäche, doch die Wochen davor zeigte sich enorme Stärke. Insgesamt sind die Daten im Kaufbereich und zeigen unter dem Strich deutliche physische Nachfrage im Bereich um 900$. Kurz- und langfristig sind wir jetzt bullisch für Platin und Kaufsignale dürfen angenommen werden.

Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

Der Terminmarkt für Platin ist bullisch jetzt und spricht eher für steigende Preise

Weitere CoT-Charts zu insgesamt 26 Futures finden Sie wöchentlich aktualisiert auf http://www.blaschzokresearch.de/research/cot-daten/

 

PLATIN IN US-DOLLAR

Die Unterstützung bei 900$ konnte der Platinpreis erfolgreich verteidigen, obwohl die Bären versuchten den Preis in den Keller zu drücken. Daraufhin kam es zu einem Short-Squeeze, der den Preis bis zur 200-Tagelinie führte. Die Stärke ist ein gutes Indiz dafür, dass der Preis in den nächsten Wochen und Monaten mit hoher Wahrscheinlichkeit auf 1.000$ und danach auf 1.100$ ansteigen kann. Sobald der kurzfristige Abwärtstrend und die 200-Tagelinie brechen, rückt ein Anstieg auf 1.100$ in greifbare Nähe.

Platin konnte erfolgreich die Unterstützung bei 900$ verteidigen

PLATIN IN EURO

Die Stärke des Euros dürfte sich langsam aber sicher ihrem Ende zuneigen, insbesondere nachdem Mario Draghi noch einmal betont hatte, dass die Zinsen bis Ende 2018 auf dem aktuell niedrigen Niveau verharren sollen. Der Bruch der Unterstützung für Platin in Euro stellt damit vermutlich eine ideale Kaufgelegenheit dar, da es sich um einen sogenannten „Falschen Ausbruch“ handeln dürfte.

Viel wahrscheinlicher scheint es, dass der Preis wieder über die ehemalige Unterstützung, die nun einen Widerstand darstellt, ansteigen kann und es folgend einen Anstieg bis 1.000€ je Feinunze geben wird. Sollte der Euro entsprechend unseren Erwartungen im Laufe der kommenden Monate Richtung Parität zum US-Dollar fallen, sind sogar 1.100€ je Feinunze sehr wahrscheinlich. Dies entspräche dann einem Anstieg um 30% vom aktuellen Preisniveau aus, was in unseren Augen besonders in Eurobasis einen sehr guten Trade darstellt.

Sollte es wider erwarten zu einem finalen Sell Off kommen im Zuge eines Einbruchs am Gold- und Silbermarkt, der den Platinpreis kurzfristig noch einmal unter Druck bringt, dann sehen wir bei Preisen zwischen 760€ und 780€ eine extrem gute antizyklische Kaufgelegenheit. Diese hätte ein enorm hohes Chance/Risiko-Verhältnis und wir würden sofort große spekulative Käufe auf mittelfristige Sicht tätigen. Gleichgültig ob das Szenario eins oder zwei eintreffen mögen, beide versprechen große Gewinne auf der Longseite bei geringem Risiko und nach den aktuellen Daten eine sehr gute Chance auf steigende Preise auf mittelfristige Sicht von drei Monaten.

Platin könnte die Unterstützung zurückerobern in den kommenden Wochen