Informationskrieg - Gold steigt und Dollar fällt

Die Wahrscheinlichkeit eines Amtsenthebungsverfahrens gegen den rechtmäßig demokratisch gewählten US-Präsidenten Donald Trump wird mittlerweile bei 30% gehandelt, nachdem mehrere hysterische Forderungen dazu in den amerikanischen Medien gesendet wurden. Der Hintergrund ist die Entlassung des FBI-Direktors „James Comey“, der gegen Trumps Sicherheitsberater Michael Flynn wegen einer mutmaßlichen Wahlhilfe durch Russland ermittelt hatte. Comey berichtete nach seiner Entlassung, dass Trump ihn vor zwei Monaten bat die Ermittlungen einzustellen. Er soll gesagt haben „Nun, Flynn ist ein guter Kerl – ich hoffe, Sie können die Untersuchungen sein lassen“. Angeblich soll Comey dieses Zitat nach einem Treffen mit dem Präsidenten als Memo auf Papier niedergeschrieben haben. Abgesehen davon, dass dieses Memo völlig wertlos ist und selbst wenn die Aussage stimmen sollte, diese völlig legitim ist und in keiner Weise verfolgt werden könnte noch Konsequenzen für Trump hätte, hat die New York Times dieses Memo nie gesehen und berichtet dennoch hysterisch darüber, als wäre dadurch eine Amtsenthebung von Trump besiegelt. Es handelt sich um eine historisch beispiellose Schmutzkampagne gegen den US-Präsidenten als politischen Gegner des Establishments, wie wir sie auch in Deutschland gegen freiheitliche Parteien seitens der einseitig linken Medien kennen. Fakten werden verdreht, Zitate aus dem Zusammenhang gerissen, Skandale gesehen, die es gar nicht gibt und Lächerliches ins Gigantische aufbauscht, während sie die Wahrheit und Realität ignorieren und verschleiern. Die Neocons führen weiter die Regie in der US-Regierung, was auch die Aussagen von Trump zum Iran in Saudi Arabien oder Israel zeigen oder auch die Vertuschung der Straftaten der Clintons.

Bildquelle: Ben Garrison Cartoons

Der tiefe Staat ist im Krieg mit dem US-Präsidenten und seine Hexenjagd hat Erfolg. Der US-Präsident wird seine wirtschaftsfreundlichen Wahlversprechen nun entweder verspätet oder gar nicht umsetzen können. Die Märkte entzogen die Vorschusslorbeeren, die man Trump gab, erst einmal wieder und so fiel der USD-Index unter 100 bis auf die Unterstützung bei 96,5 Punkte zurück. Die Dollarschwache sorgte dafür, dass der Euro zum Dollar ganze vier US-Cent zulegen konnte. Diese Dollarschwäche beförderte auch den Goldpreis um 30 Dollar nach oben, wobei in der Spitze 1.264$ erreicht wurden.

Die politischen Differenzen innerhalb der US-Regierung schicken den Dollar auf Talfahrt

Die Schwäche der amerikanischen Währung verhalf dem Euro zum US-Dollar zu einer relativen Stärke und ließ den Wechselkurs für den Euro bis auf 1,125$ ansteigen. Dass es sich nur um eine relative und nicht um eine reale Stärke des Euros handelt, zeigt auch der Goldpreis in Euro, der unverändert in der engen Handelsspanne zwischen 1.115€ und 1.132€ handelt. Die US-Notenbank FED wird auf ihrer nächsten Notenbanksitzung im Juni bekanntgeben, ob sie die Zinsen anheben und die Bilanzsumme verringern wird, indem sie Anleihen auf dem offenen Markt verkaufen wird. Dies würde die Zinsen in den USA anheben und den Dollar zum Euro wieder deutlich stärken. Auf der anderen Seite gehen der EZB die Anleihen aus, wenn sie ihre selbst gesetzten Grenzen zum Ankauf von Staatsanleihen beibehält. Es wird vermutet, dass die EZB deshalb in der zweiten Jahreshälfte ihr Ankaufprogramm drosseln und sich so für einen Exit aus der lockeren Geldpolitik vorbereiten könnte. Wir halten das langfristig nur für ein Manöver und im besten Fall um ein kurzweiliges Spiel mit der Psyche der Marktteilnehmer. Die Lage in Europa hat sich seit 2008 nur noch weiter verschlechtert und eine Rückkehr zur Normalität mit normalen Zinsen ohne Ankaufprogramme der EZB ist völlig absurd. Der Euro wird langfristig weiter abwerten und die EZB die verdeckte Finanzierung des Europäischen Superstaats sicherstellen. Die Volkswirtschaften sowie der Euro und damit die Ersparnisse der Europäer werden dabei auf der Strecke bleiben, während die Edelmetalle, allen voran Gold und Silber, davon mit deutlichen Anstiegen profitieren werden.

Gold in Euro konnte von der Dollarschwäche nicht profitieren

Silbernachfrage fiel um 11% im letzten Jahr

Der primäre Grund, warum der Silberpreis immer noch auf diesem günstigen Niveau notiert, liegt an der temporär niedrigen Nachfrage. Diese sank im vergangenen Jahr auf 31.968 Tonnen, was einem Minus von 11% entspricht. Ebenso wie beim Gold, so sank auch beim Silber die Nachfrage nach Münzen und Barren deutlich um 29% oder 6.431 Tonnen (207 Mio. Oz.). Auch bei GoldSilberShop.de konnten wir eine verhältnismäßig überproportionale Nachfrage nach Gold feststellen, während Silber geschmäht wurde. Immerhin war Silber in Form von ETPs gefragt, die 1461 Tonnen mehr Silber einlagerten. Auch die Schmuckherstellung ging um 9% zurück, sodass nur noch 6.438 Tonnen hergestellt wurden. Sogar die industrielle Verwendung nahm um 1% zum Vorjahr ab auf nur noch 17.478 Tonnen (561,9 Mio. Unzen), was ein Indiz für eine schwächere Weltwirtschaft sein könnte. Die Nachfrage in der Photovoltaik-Industrie zog um 34% an, während die für Photographie und Halbleiter sank.

Die weltweite Nachfrage nach Silber sank im vergangenen Jahr

Während die Nachfrage nach Silber sank, blieb das Angebot mit einem leichten Minus von 0,6% nahezu unverändert zum Vorjahr. Die globale Minenproduktion betrug 27.551 Tonnen (885,8 Mio. Unzen). Der im letzten Jahr gestiegene Silberpreis vermochte es nicht die Anleger zum Verkauf ihres Altsilbers für das Recycling zu bewegen. Das Angebot aus Silberschrott fiel um 1% auf 4.345 Tonnen (139,7 Mio. Unzen).

Das Angebot blieb nahezu unverändert

In der rückläufigen Investmentnachfrage und in der überproportional höheren Nachfrage nach Gold, spiegelt sich leider das prozyklische Verhalten der Investoren wieder. Wie das Ratio von Gold zu Silber zeigt, ist das Silber verhältnismäßig unterbewertet gegenüber seinem großen Bruder. Bei einem Investment in Edelmetallen auf langfristige Sicht von fünf bis zehn Jahren, trägt Silber daher höhere Chancen bei niedrigerem Risiko. Smarte Investoren kaufen daher bei einem aktuellen Gold/Silber Ratio von 74 überproportional mehr Silber oder tauschen gar physische Goldbestände gegen Silberbestände aus. Ähnlich dem verspäteten explosiven Anstieg alternativer Kryptowährungen, während der Bitcoin bereits ein Jahr haussierte, wird auch der Silberpreis mit steigender Investmentnachfrage im fortgeschrittenen Bullenmarkt überproportional ansteigen. Antizyklisches Handeln ist daher angesagt und man sollte jetzt erst recht das im Augenblick noch schwache Silber akkumulieren und sich über die günstige Einstiegsgelegenheit freuen!

Je mehr Geld die EZB druckt, desto weiter steigt der Goldpreis

Die Jahresgewinne im Silber sind also wieder weg, doch zeigt sich noch ein deutliches Plus seit Anfang 2016. Die Bodenbildung in im vollen Gange und das Ende der aktuellen Korrektur sehen wir als ideale Möglichkeit um langfristig noch einmal günstig in Silber einsteigen zu können.

Silber gab aufgrund der schwachen Investmentnachfrage noch einmal nach

TECHNISCHE ANALYSE ZU PALLADIUM

Die wöchentlich von der US-Terminmarktaufsicht „CFTC“ veröffentlichten Daten für Palladium waren noch vor einigen Monaten sehr stark im Vergleich zu den anderen Edelmetallen. Zuletzt waren diese jedoch die Schlechtesten unter den vier Edelmetallen. Insbesondere die Schwäche war in den letzten Wochen signifikant auf gleichzeitig eher bärischem Niveau. Die Bullen hatten versucht den Preis immer weiter nach oben zu treiben, doch zuletzt gelang ihnen dies nicht mehr, was ein schlechtes Indiz für den Palladiumpreis war. Eine deutliche Bereinigung der Spekulation stand also unmittelbar bevor, die in der vergangenen Woche nun ihren Anfang genommen haben dürfte. Die nächsten zwei bis drei Wochen dürfte der Palladiumpreis daher eher weiter korrigieren.

 

Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders)

Der Terminmarkt für Palladium wirkt aktuelle eher belastend für den Preis

Weitere CoT-Charts zu insgesamt 26 Futures finden Sie wöchentlich aktualisiert auf http://www.blaschzokresearch.de/research/cot-daten/

 

PALLADIUM IN US-DOLLAR

Wie schon in der Online-Konferenz von GoldSilberShop.de in der vergangenen Woche prognostiziert, als der Palladiumpreis noch bei 800$ stand, dürfte dieser eine Korrektur beginnen, nachdem sich das charttechnische Bild deutlich verschlechterte. In den vergangenen Monaten hatte sich der Preisverlauf immer weiter eingekeilt und es zeigte sich, dass den Bullen langsam die Luft ausging und es den Bären gelang die Bullen zurückzuschlagen. Einen ersten Rücksetzer auf die Kreuzunterstützung bei 760 US-Dollar gab es bereits, nachdem der kurzfristige Aufwärtstrend vergangene Woche gebrochen wurde. Diese Kreuzunterstützung dürfte vermutlich auch brechen und der Preis infolge auf 720 Dollar fallen, wo sich eine doppelte Unterstützung befindet. Nach einem Pull Back an die 760$ wäre dann sogar ein finaler Sell Off bis 640$ möglich. Dies wäre für uns dann eine gute Nachkaufgelegenheit, insbesondere für jene, die den starken Anstieg bisher verpasst haben und von weiteren künftigen Anstiegen profitieren wollen. Positiv bleibt, dass sich die anderen Edelmetalle sehr stark zeigen und sich der Terminmarkt dort sehr gut bereinigt. Sollten die anderen Edelmetalle die Korrektur beenden, bevor Palladium korrigieren konnte, kann eine Korrektur auch im Palladium verschoben werden.

Palladium hat eine wichtige Kreuzunterstützung erreicht, die halten muss, da sonst weitere Abgaben sicher sind.

PALLADIUM IN EURO

In diesem Chart auf Eurobasis sah man schön, wie der Palladiumpreis nach der enormen Rallye des vergangenen Jahres, wieder das Hoch des Jahres 2015 erreichte. Dort ging den Bullen die Luft aus und es bildete sich ein doppeltes Top. Jeder Trader weiß, dass dies eine Einladung für einen Short ist und so verwundert es nicht, dass die Korrektur jetzt auf diesem Niveau einsetzte. Wie weit die Korrektur laufen wird, zeigt sich erst in den kommenden zwei bis drei Wochen anhand der relativen Stärke oder Schwäche, die sich am Terminmarkt zeigen wird. Charttechnisch steht jetzt ein weiterer Rücksetzer bis auf 620€ je Feinunze an. Wir hatten vor über einem Jahr bei 450€ zum Kauf geraten. Wer dieses Kaufsignal verpasst hat, findet am Ende der aktuellen Korrektur eine womöglich letzte Chance, um günstig in Palladium einsteigen zu können. Langfristig sind wir sehr optimistisch für Palladium gestimmt und rechnen mit deutlich höheren Preisen.   

Palladium in Euro hat ein doppeltes Top ausgebildet und eine Korrektur begonnen