70 Jahre Human Action – Hoppe für Lebenswerk geehrt

Vergangene Woche wurde Hans-Hermann Hoppe mit siebzig Jahren der Roland-Baader Preis von Steffen Krug, dem Gründer des IfAAM-Instituts in Hamburg verliehen. Gastgeber der Feierlichkeiten in der exklusiven Palais Coburg Residenz in Wien war Rahim Taghizadegan, der Leiter des Wiener Scholariums, einer privaten Bildungseinrichtung rund um die freiheitliche Lehre der Österreichischen Schule. Hoppe, der im Erscheinungsjahr des Meisterwerkes „Human Action“ von Ludwig von Mises geboren wurde und Schüler des berühmten Murray Rothbard war, ist einer der bekanntesten anarchokapitalistischen Vertreter der Österreichischen Schule. Ich hatte an diesem besonderen Tag die Ehre dort auch einen Vortrag zu halten, um mit meiner Markterfahrung die Anwendung der Österreichischen Schule in der Praxis zu demonstrieren. Weitere Referenten der Jubiläumskonferenz waren Jeff Deist, Geschäftsführer des US-amerikanischen Mises Institut, Herbert Unterköfler (scholarium.at) und Guido Hülsmann, Mark Valek (incrementum.li) und Boris Simunovic.

Hoppe war von 1986 bis 2008 Professor für Volkwirtschaftslehre an der Universität von Nevada in Las Vegas und gründete die Property and Freedom Society. Er setzte sich den größten Teil seines Lebens für die Verbreitung freiheitlicher/marktwirtschaftlicher Ideen ein und seine Bücher wurden in über 30 Sprachen übersetzt. In seiner Rede äußerte er sich optimistisch zu der weiteren Verbreitung der Österreichischen Schule. Er registriere eine zunehmende Begeisterung für Freiheit, was die 1.500 Gäste bei einem neulichen Vortrag in Moskau zeigen würden. Das Mises Institut erfährt aktuell gerade aus den ehemaligen Planwirtschaften des Ostens und immer noch totalitären Staaten starke Nachfrage, wie beispielsweise aus China, weshalb seine Werke derzeit ins Chinesische übersetzt werden. Dennoch nimmt die Österreichische Schule weiterhin eine intellektuelle Außenseiterposition ein, da sie aufgrund ihrer radikalen Kritik staatlicher Einflussnahme auf den Menschen und den Markt von den öffentlichen Rundfunkanstalten totgeschwiegen wird.

Wer sich für Freiheit/Libertarismus bzw. die Österreichische Schule interessiert, der sollte einige Bücher von Mises oder Hoppe lesen. Wer für den Anfang einen Einstieg in die Inhalte der Österreichischen Schule sucht, der findet in den Werken von Rahim Taghizadegan eine erstklassige Aufbereitung der wesentlichsten Inhalte. Für mehr Informationen, Schulungen und Seminare zur Österreichischen Schule finden Interessenten beim Wiener Scholarium eine ideale Anlaufstelle, weshalb man einen Blick auf deren Website www.scholarium.at werfen sollte.