CoT-Blitzupdate - Alle Edelmetalle mit relativer Schwäche

Hier finden Sie die neuesten CoT-Analysen zu Gold, Silber und Platin, die immer Freitagnacht um 21:30 Uhr von der US-Terminmarktaufsicht "CFTC" veröffentlicht werden.

GOLD

RELATIVE  SCHWÄCHE  ZUR  VORWOCHE

Die Netto-Shortposition der Big 4 blieb unverändert bei 44 Tagen der Weltproduktion.
Die Netto-Shortposition der Big 8 reduzierte sich von 61 auf 60 Tage der Weltproduktion.

  • Der Preis fiel zum Stichtag der Datenerhebung am 21. März um 53$, während die Spekulanten ihre Position nicht veränderten. Wow - erstmals seit Wochen relative Schwäche.

  • Eine Manipulation über den Terminmarkt sehen wir im Augenblick nicht.

  • Das Sentiment ist weiterhin bullisch gestimmt und die Spekulanten weigern sich bisher, ihre Longkontrakte auf den Markt zu werfen. Es verwundert nicht, angesichts der gigantischen QE-Programme und dem daraus entstehenden neuen Potenzial für den Goldpreis.

Es scheint, als hätte man die Hand auf dem Goldpreis bei 1.740$. Nimmt die physische Nachfrage bei dieser extremen spekulativen Position nicht wieder zu, wird es der Goldpreis erst einmal nicht über diesen Widerstand schaffen.

Am Chart sieht man schön, wie der Widerstand bei 1.740$ dreimal angelaufen wurde und die Spekulanten an dieser Hürde scheiterten. Grundsätzlich kann man sagen, dass der Goldpreis einen dynamischen Schub machen könnte, wenn der Widerstand überwunden wird, da sich die Bären, die jetzt dreimal dort reinverkauft haben, sofort eindecken müssen.

Heute haben die Spekulanten Gewinne mitgenommen und Bären bei 1.740$ das doppelte Top verkauft, nachdem sie den Preis nicht darüber bekamen. Da wir nun relative Schwäche in den Daten sahen, scheint es möglich, dass der Goldpreis über die nächsten Wochen seitwärts laufen wird. Steigt er hingegen über den Widerstand an, so gibt das ein Kaufsignal. Insgesamt finden wir die Lage zu prekär, um auf diesem Niveau rein zu shorten - nicht nach der relativen Stärke der letzten Wochen. Wir stehen daher jetzt auf der Seitenlinie seit heute und warten ab, bis der Widerstand bricht und wir dem Signal prozyklisch folgen oder der Goldpreis deutlicher gefallen ist, um dann günstiger wieder einzusteigen.


SILBER

AUCH  RELATIVE  SCHWÄCHE  ZUR  VORWOCHE

Die Netto-Shortposition der Big 4 erhöhte sich von 49 auf 55 Tage der Weltproduktion.
Die Netto-Shortposition der Big 8 erhöhte sich von 55 auf 63 Tage der Weltproduktion.

  • Der Preis fiel um über einen Dollar und die Spekulanten gingen nur mit 4.000 Kontrakten short, was sehr wenig ist.

  • Auch hier zeigt sich in dieser Woche relative Schwäche, nachdem sich in der Vorwoche noch Stärke zeigte.

  • Beim Silber ist die relative Schwäche ausgeprägter als beim Gold.

  • Trotz der QE-Programme muss man im Hinterkopf behalten, dass der Terminmarkt immer noch nicht bereinigt ist, obwohl der Silberpreis so stark gefallen war, was nicht gut ist.


Auf Jahressicht hat Silber viel Potenzial. Letzte Woche erstaunte uns die Stärke noch, doch in dieser Woche ist sie weg. Die Investmentnachfrage dürfte langsam wieder nachlassen und auf eine immer noch am Boden liegende Industrienachfrage treffen. Dies bedeutet, dass Silber rückschlagsgefährdet ist, bis die Shutdowns aufgehoben werden und die Wirtschaft wieder an Fahrt aufnehmen kann. Es könnte also immer noch einmal eine Bereinigung am Terminmarkt geben.

Mit dem Ende des Shutdowns wird die industrielle Nachfrage langsam wieder zunehmen und die Bullen werden die Oberhand bekommen, doch bis dahin muss man noch sehr vorsichtig sein. Setzten Sie Stopp Loss Orders an wichtigen Unterstützungen.

Charttechnisch gab es mit dem Trendbruch (grüne Linie) in der Nähe des Widerstands bei 16,55$ das Signal für Gewinnmitnahmen im Trading. Silber fiel, wie von uns erwartet, und erreichte sogar die Unterstützung bei 14,70$. Der Abwärtstrend brach in dieser Woche überraschend, doch scheiterte der erneute Angriff der Bullen bereits wieder am Widerstand bei 15,70$. Angesichts der CoT-Daten im neutralen Bereich und der plötzlichen relativen Stärke, besteht die Gefahr einer kurzweiligen weiteren Korrektur auf Sicht der nächsten Wochen und Monate, wobei auch die Unterstützung bei 13,20$ noch einmal angelaufen werden könnte.


Ein Anstieg über 15,70$ würde ein kurzfristiges Kaufsignal bringen und die Lage sehr entspannen - dafür müsste der Goldpreis jedoch den Widerstand bei 1.740$ nehmen. Im Trading sind wir aktuell zum Wochenschluss glatt und halten keine Position. Erst über 15,70$ kaufen wir wieder oder alternativ eine ganz Etage tiefer.


PLATIN

NEUTRAL ZUR  VORWOCHE

Die Daten für Platin überraschen wieder etwas zur Vorwoche. Obwohl die Automobilnachfrage am Boden liegt, zeigt sich die physische Nachfrage robust und der Preis relativ stark. Zwar fiel Platin um 64$ zur Vorwoche, doch hat sich auch der CoT-Index um vier Punkte verbessert. Insgesamt sind die Spekulanten jetzt alle auf einen fallenden Preis positioniert. Short-Trades bekommen daher ein schlechtes CRV. Nur ein physisches Überangebot vermag es jetzt den Preis nach unten zu treiben - mit normaler Zyklik hätte das nichts mehr zu tun.

Nachdem die Unterstützung bei 790$ gebrochen wurde, ging es für Platin erst einmal um 70$ bergab. Es zeigte sich jedoch schnell wieder Nachfrage und so lief der Platinpreis dynamisch wieder rauf zu diesem Widerstand. Ein Ausbruchsversuch scheiterte und ein Aufwärtstrend wurde gebrochen. Solange der Platinpreis unter 790$ notiert, solange ist Platin short.

Gäbe es keine Rezession und keinen Shutdown, wären wir angesichts der Daten sehr bullisch. Da sich zuvor über Jahre hinweg relative Schwäche zeigte, als die Wirtschaft brummte, trauen wir dieser kurzfristigen Stärke nicht und stehen lieber abseits oder versuchen einen Short-Trade. Insgesamt ist das CRV nicht gut in diesem Markt, weshalb man besser auf der Seitenlinie stehen sollte, bis sich der Staub des Shutdowns gelegt hat.


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