Einfluss der US-Wahlen auf den Goldpreis, Bitcoin und PayPal

Nancy Pelosi, die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, hatte am vorherigen Wochenende den Demokraten und Republikanern ein Ultimatum bis Dienstag gesetzt, um sich auf ein weiteres Hilfspaket zu einigen. Der USD-Index korrigierte angesichts der Hoffnung auf mehr Liquidität, während der Euro auf 1,188 US-Dollar ansteigen konnte. Seit dem Verstreichen der Frist am 20. November ist dieses Thema erst einmal vom Tisch und es wird vor der US-Präsidentschaftswahl am 4. November keine zusätzliche Liquidität für die Märkte mehr geben.

Der Goldpreis konnte von dem schwächeren US-Dollar nur leicht profitieren, doch relativ zur Abwertung des Greenbacks war dieser schwach. Obwohl der Goldpreis einen Abwärtstrend aufgrund dieser Fluktuation am Devisenmarkt überwinden konnte, folgte kein bullisches Momentum, was zeigt, dass den Spekulanten mittlerweile die Kraft fehlt den Preis zu treiben, was ein bärisches Indiz war und ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Korrektur am Goldmarkt noch vor den US-Wahlen ihr Ende finden und sich stattdessen die Hausse fortsetzten wird, hat sich damit verringert.

Die zweite Debatte zwischen US-Präsident Trump und seinem Herausforderer Joe Biden verlief gesittet und unspektakulär. Diesmal positionierte sich Biden überraschend klar für eine Abschaffung der Fracking-Industrie zugunsten erneuerbarer Energien unter seiner Präsidentschaft, während er dies in der ersten Debatte noch abstritt. Diese plötzliche Ehrlichkeit wird ihm viele Stimmen und womöglich den Sieg in einigen Bundesstaaten kosten. Diese ideologisch ausgerichtete Energiepolitik würde eine steigende Arbeitslosigkeit, höhere Steuern und ein niedrigeres Wirtschaftswachstum zur Folge haben, was während der größten Wirtschaftskrise der USA dem Wähler nicht zu vermitteln ist.

Neue Veröffentlichungen zu in der Debatte angesprochenen Themen verringern Bidens Chancen auf einen Sieg deutlich und die Märkte beginnen langsam eine zweite Amtszeit Trumps einzupreisen. Die Wahrscheinlichkeit für einen kurzzeitig stärkeren US-Dollar nach den Wahlen hat sich damit erhöht, was den Goldpreis infolgedessen noch einmal kurzzeitig belasten könnte. In der Wahlnacht von 2016 kam es zu starken Verwerfungen am Devisen- und Goldmarkt, sodass man sich auch diesmal auf eine sehr hohe Volatilität von bis zu 100$ während weniger Stunden gefasst machen muss.

So wird die Wahl den Goldpreis und die Wirtschaft beeinflussen

Der für den Goldpreis schlechteste Wahlausgang wäre ein Sieg Bidens und eine Mehrheit der Republikaner im Senat, da dies zu einer Pattsituation führen würde, bei der die Republikaner alle Gesetzesinitiativen der Demokraten blockieren könnten. Dies würde weitere Fiskalausgaben begrenzen und somit die Aktienmärkte und den Goldpreis belasten.

Für den Goldpreis wäre ein Sieg Bidens und eine Mehrheit der Demokraten im Senat der wohl beste Wahlausgang. Dem Sieg der Demokraten würde eine massive Expansion der Staatsausgaben folgen, finanziert durch eine deutliche Anhebung der Steuern und einer Ausweitung der Staatsverschuldung, was jedoch die Kaufkraft des US-Dollars aushöhlen würde. Diese Reflation würde dem Aktienmarkt nominal helfen und den Goldpreis durch die Decke gehen lassen, jedoch auf Kosten von realem Wirtschaftswachstum und einer Vernichtung von Wohlstand, worunter gerade die Ärmsten in den USA leiden müssten.

Bleibt jedoch alles unverändert und Trump im Amt, so wäre dies besser für die US-Wirtschaft, da die Steuern niedrig bleiben und sogar noch gesenkt werden sollen, die weiteren Stimuli begrenzt und der Ausbau des Wohlfahrtsstaates gestoppt würden. Der Goldpreis steigt auch bei diesem Wahlausgang weiter in den nächsten Jahren, da die aktuelle Wirtschaftskrise die Politik zu einer Umverteilung der Lasten zwingt, wenn sie beim Wähler nicht in Ungnade fallen will. Die Notenbanken werden auch dann die Geldmenge weiter inflationieren, um Kreditausfälle zu kompensieren und die finanzielle Repression der Bürger aufrecht zu halten. Die entscheidende Frage für die Märkte ist, welche der beiden großen Parteien die Mehrheit im Senat erringen wird und weniger wer der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika wird.  

Sollte die Wahl angefochten werden, von welcher Seite auch immer, so wird ein weiteres Fiskalpaket womöglich erst im nächsten Jahr verabschiedet werden. Dies würde den deflationären Druck kurzzeitig verstärken und somit einen weiteren Anstieg des Goldpreises noch etwas verzögern. Die Richterin Amy Coney Barrett wurde nun mit einer Mehrheit von 52 zu 48 Stimmen als neunte Verfassungsrichterin ernannt, womit die Verfassungstreue des obersten Gerichtes, das die Gesetze der Regierung auf ihre Legitimität hin überwacht, sichergestellt ist. Verfassungswidrige Gesetze der demokratischen Partei, von denen es zur Genüge gibt, werden nun auf Jahrzehnte keine Chance haben, womit die US-Amerikaner ein Stück weit vor der Korruption in der US-Regierung geschützt sein werden. Biden und die Demokraten planen deshalb seit langer Zeit die Anzahl der Richter zu erhöhen und politisch gefärbte Richter zu ernennen, die die Verfassung ignorieren und eigentlich verfassungswidrige Gesetze genehmigen.

Mittlerweile sehen immer mehr Umfragen Biden und Trump nahezu auf Augenhöhe, was auf einen weiterhin heißen Wahlkampf hindeutet, der immer wieder Turbulenzen an den Märkten auslösen könnte, weshalb man sehr vorsichtig agieren, nicht zu viel riskieren und Positionen im Markt immer absichern sollte. Der ehemalige Vizepräsident Joe Biden enthüllte in einem Freudschen Versprecher, während eines Interviews (LINK) bei „Pod Save America“ Moderator Dan Pfeiffer - einem langjährigen Obama-Berater, dass seine Kampagne die "umfassendste und integrativste Organisation für Wahlbetrug in der Geschichte der amerikanischen Politik" geschaffen habe. In der Tat wurden bereits organisierte Wahlbetrugsringe aufgedeckt, die allesamt mittels gekauften Briefwahlunterlagen erfolgen.

Die Wirtschaftsdaten in der vergangenen Handelswoche waren sehr gut, was die Hoffnung auf mehr Stimuli ebenfalls dämpft und folglich den Goldpreis sowie den Aktienmarkt etwas unter Druck bringt. Der Einkaufsmanagerindex für Industrie in Europa überraschte positiv mit 54,4, während die Erwartungen nur bei 53,1 lagen. In Deutschland fiel dieser noch stärker mit 58 aus, wobei hier die Erwartung von 55 deutlich geschlagen wurde. Der Servicebereich enttäuscht jedoch leicht die Markterwartung europaweit und in Deutschland, was angesichts der Lage im Dienstleistungssektor aufgrund der gestiegenen positiven CoViD-19 Testergebnissen und der erneuten Abriegelungen seitens der Politik nicht verwundert.

Auch die Industrieproduktion in Taiwan war höher als erwartet wurde und in Japan lag diese im Rahmen der Schätzungen. Die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in der Vorwoche waren durchwachsen und der Anstieg niedriger, als Analysten erwartet hatten. Insgesamt setzt sich die Wirtschaftserholung fort, nachdem der Aktienmarkt bereits eine V-förmige Erholung vollzogen hat, die wir bereits Mitte/Ende März als einsamer Rufer in der Wüste vorausgesagt hatte. 85% der gemeldeten Quartalszahlen von US-Unternehmen lagen über den Erwartungen der Analysten und im Schnitt wurden die Schätzungen um fast 18% geschlagen. Das viele billige Geld, das Unternehmen und Verbraucher kurzfristig entlastet und die Illusion von Wohlstand vorgaukelt, ermöglicht diese schnelle Wirtschaftserholung, die jedoch später durch deutlich langsameres Wachstum teuer erkauft werden muss.

Das viele billige Geld, das über die Märkte schwappt, wird jedoch auch die Kaufkraft des US-Dollars und des Euros aushöhlen sowie mittel- bis langfristig für eine Fortsetzung der Rezession oder eine Stagnation der realwirtschaftlichen Entwicklung führen. Primär ist es aktuell die Geldmenge, die die Illusion von Wohlstand und Vermögen vorgaukelt. In der Stagflation – einer Rezession gepaart mit einem Anstieg der Konsumentenpreise – wird der Goldpreis weitaus stärker ansteigen können als die Aktienmärkte. Deshalb sollte man sich vor der Inflation schützen und die zusätzlichen Gewinnchancen bei Gold und Silber nutzen, bevor die Hausse zum Ende des Jahres oder spätestens im kommenden Jahr wieder richtig Fahrt aufnehmen und der Goldpreis auf neue Allzeithochs ansteigen wird.

Gold ETC-Produkte nun auch steuerfrei

Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs (AZ: VIII R 7/17), dem obersten Steuergerichts in der Bundesrepublik, wurde einem klagenden Ehepaar aus Thüringen Recht gegeben. Dieses hatte die Abgeltungssteuer auf einem Gewinn aus einem Gold-ETC (WKN: A0LP78) vom Finanzamt zurückgefordert, da dies ebenso eine gedeckte Goldanlage wie Xetra-Gold sei und somit dem Halten von Gold gleichgesetzt werden müsste. Das sah der BFH ebenso und sie bekamen Recht. Mit diesem Urteil dürften alle Anleger, die Goldprodukte in Form von ETFs oder ETCs über einem Jahr halten, künftig von der Abgeltungssteuer verschont bleiben und in der Lage sein, die Steuer vom Finanzamt zurückzufordern.

Wird die Bitcoin-Blase weiter aufgepumpt?

Der Bitcoin stieg erstmals seit anderthalb Jahren wieder über 13.000 US-Dollar je Bitcoin an. Im Juli war dieser bereits bei 9.350 US-Dollar aus einer Konsolidierungsformation ausgebrochen und auf 11.500 US-Dollar in der vorletzten Woche angestiegen. Der letzte Anstieg des Bitcoins wurde durch die Meldung, dass PayPal künftig das Halten von Kryptowährungen ermöglichen wird, zusätzlich getrieben. So sollen die vier Kryptowährungen, Bitcoin, Litecoin, Bitcoin-Cash und Ethereum schon in Bälde verfügbar sein, beginnend in den USA und später im Rest der Welt. Diese Meldung hat Spekulanten dazu veranlasst Kryptowährungen, allen voran den Bitcoin, zu kaufen und dessen Preis nach oben zu treiben.

Der Bitcoin konnte wieder auf über 13.000 US-Dollar ansteigen

Was sich im ersten Moment wie ein riesiger Erfolg für die Kryptowährungen anhört, entpuppt sich bei genauerem Blick jedoch als wahrscheinlich unsinnige Werbeaktion. Nicht alles was glänzt ist Gold und so wird man bei PayPal zwar die genannten vier Kryptowährungen halten können, doch das war es auch schon, wobei sogar viele Nachteile gegenüber dem Halten von Euro oder US-Dollar entstehen. Auch wenn man Kryptowährungen bei PayPal besitzen wird, so kann man mit diesen nicht direkt zahlen. PayPal wandelt bei einer Zahlung das Kryptoguthaben automatisch in Fiat-Währungen um, sodass der Verkäufer immer Fiat-Währungen, also Euro oder US-Dollar erhält. Dies führt den Besitz von Kryptowährungen bei PayPal ad absurdum.

Dazu kommt, dass man seine Kryptowährungen, die zentral bei PayPal gelagert werden sollen, weder abheben noch andere Guthaben an Kryptowährungen aus einer eigenen Wallet an PayPal übertragen kann, was den Besitz von Kryptowährungen bei PayPal wieder ad absurdum führt.

PayPal gibt an keine Gebühren für den Tausch von staatlichen Fiat-Währungen in Kryptowährungen erheben zu wollen, doch wird der Spread zwischen An- und Verkauf sehr hoch sein, wie bei allen ähnlichen Anbietern. Damit dürften relativ hohe Verluste beim An- und Verkauf von Kryptowährungen entstehen, was den Sinn eines Tausches in diese Kryptowährungen bei PayPal wieder ad absurdum führt. Sollte man spekulative Gewinne aus dem relativ kurzfristigen Halten von Kryptowährungen unter einem Jahr erzielen, müsste man diese spekulativen Gewinne versteuern, was ein weiteres Problem darstellt.

Zusätzlich ist man bei PayPal, das eng mit den Notenbanken und Regierungen zusammenarbeitet, völlig transparent, was die Nutzung von Kryptowährungen bei PayPal wieder ad absurdum führt. Den einzig sinnvollen Nutzen den PayPals Kryptowährungen in der aktuellen Ausgestaltung bieten wird, ist der spekulative Kauf auf Sicht von mindestens einem Jahr, um Gewinne steuerfrei vereinnahmen zu können. Dies rentiert sich nur, wenn der Kursgewinn größer sein wird als die wahrscheinlich hohen An- und Verkaufs-Spreads und man erst dann die Gewinne steuerfrei beginnt abzuverkaufen. Warum man dies jedoch auf PayPal anstatt auf einer anderen Kryptobörse mit niedrigeren Spreads und somit niedrigeren Kosten machen sollte, zumal man diese dann in einer eigenen Wallet selbst verwahren kann, entbehrt jeder Logik.

Egal wie man es wendet und dreht, so ist die vermeintliche Implementierung von Kryptowährungen bei PayPal bis dato völlig nutzlos, mit Risiken verbunden und führt das Prinzip von Kryptowährungen ad absurdum, während PayPal aufgrund von kostenlosem Marketing und zusätzlicher Einnahmen der einzige Profiteuer davon sein dürfte. Der Bitcoin hatte es in der letzten Dekade nicht geschafft sich am Markt als Zahlungsmittel zu etablieren, aufgrund teilweise hoher Transaktionskosten, langer Transaktionszeiten, Pseudonymisierung anstatt Anonymisierung, sowie komplizierter Handhabung. Es gibt längst Rivalen des Bitcoins, die anonyme Zahlungen garantieren, schneller und günstiger sind und zur Zahlung von echten Transaktionen zunehmend genutzt werden, was die Zukunft des Bitcoins infrage stellt.

Wir erwarten, dass der Goldpreis aufgrund der Abwertung der Fiat-Währungen in den kommen Jahren massiv ansteigen wird und sich womöglich vervielfachen kann. Es ist daher möglich, dass auch der Bitcoin von dieser Flucht aus dem Fiat-Geld profitieren kann und noch einmal eine spekulativ getriebene Blase entstehen wird. In den letzten Monaten sahen wir, wie immer mehr Fonds aufgrund des Anlagenotstands Milliarden in Kryptowährungen „investierten“, ohne den Preis jedoch nachhaltig nach oben treiben zu können. Womöglich ergibt sich eine letzte finale spekulative Chance in der Mutter aller Spekulationsblasen, während der Bitcoin selbst kaum Anwendung in der Realwirtschaft findet.

Wir werden versuchen diesen Bullen zu reiten, insbesondere bei den alternativen Kryptowährungen, die weitaus mehr Potenzial haben dürften. Aufgrund des gescheiterten Geschäftsmodells handelt es sich jedoch um eine riesige Blase beim Bitcoin, die früher oder später platzen wird. Die Nutzung digitaler Kryptowährungen ist von einem funktionierenden Internet und einer intakten Stromversorgung abhängig, sowie von einer gewissen staatlichen Duldung. Die Kryptowährungen werden eine Alternative sein, um im Internet Vermögen über Grenzen und Kapitalverkehrskontrollen hinweg zu transferieren, doch ob der Bitcoin seine Pole Position dauerhaft verteidigen kann oder nicht doch wieder verdrängt und verschwinden wird, bleibt ein mögliches Risiko. Wer spekulativ etwas Spielgeld investieren will, kann dies tun, doch ist der Bitcoin keine Konkurrenz zum sicheren Hafen des Goldes, das seit 5.000 Jahren Bestand hat und auch künftig den optimalen Schutz gegen Inflation und Staatsversagen bieten wird.

Der Bitcoin-Cash notiert noch immer auf Allzeittiefs
Der Litecoin notiert auf dem ähnlichen Preisniveau wie 2013 und 2017
Ethereum zeigte sich relativ stark im letzten Jahr, doch ist auch diese Kryptowährung sehr volatil

Technische Analyse zu Gold: Starke Kursbewegung steht bevor – Chancen nutzen!

Terminmarkt: Stärke in den letzten Monaten - Leichte Schwäche zur Vorwoche

Die Netto-Shortposition der Big 4 reduzierte sich von 31 auf 30 Tage der Weltproduktion und die der Big 8 erhöhte sich von 42 auf 45 Tage. Der Preis stieg zur Vorwoche um 15$ an, während die Spekulanten ihre Nettoposition um 9,5 Tsd. Kontrakte erhöhten. Das ist eine fast normale Wochenveränderung und zeigt ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage am physischen Markt. Der CoT-Index fiel dabei leicht um 2 auf 22 Punkte. Eine Manipulation können wir in dieser Woche nicht mit Sicherheit ausmachen. Es sieht eher danach aus, als wäre es nicht nötig gewesen, nackte Shortpositionen am Terminmarkt zu eröffnen, da die Nachfrage auf diesem Preisniveau nicht stark genug war.

Der CoT-Index für die Kleinspekulanten stieg wieder einmal leicht auf 93 Punkte und zeigt damit, wie schnell fast alle Kleinanleger wieder bullisch wurden. Dies ist eher als ein Kontraindikator zu werten. Die Terminmarktdaten haben sich zur Vorwoche leicht verschlechtert. Sie zeigen uns weiterhin keine Anhaltspunkte dafür, dass ein neuer Impuls am Goldmarkt unbedingt jetzt vor den US-Wahlen schon beginnen müsste.

Die Terminmarktdaten sind eher im bärischen Bereich
In den letzten Wochen war eine deutliche Preismanipulation über den Terminmarkt zu vermuten

Nachdem der Goldpreis ein neues Allzeithoch bei 2.075 US-Dollar erreicht hatte, setzte eine Korrektur in den letzten Monaten ein, die bis dato andauert und womöglich bald ihr Ende finden wird. Danach ist aufgrund der massiven Fiskalprogramme, sowie der Ausweitungen der verschiedensten Notenbankbilanzen mit einer Fortsetzung der Hausse am Edelmetallmarkt zu rechnen.

Der Tageschart für Gold in US-Dollar zeigt, dass die Konsolidierung noch andauert und der Abwärtstrend noch intakt ist. Abhängig davon, wer die US-Wahlen in der nächsten Woche gewinnen wird, dürfte der Goldpreis stark nach oben ausbrechen oder noch einmal kurz nach unten einbrechen. Letzteres wäre im Umfeld eines stärkeren US-Dollars möglich, wenn Donald Trump die Wahlen wieder einmal gewinnen sollte, da ein Sieg von Joe Biden bereits größtenteils eingepreist ist. Ein finaler Rücksetzer auf 1.800 US-Dollar wäre möglich und im Worst Case sogar ein Test der 200-Tagelinie, die aktuell bei 1.762 US-Dollar verläuft. Danach dürfte man sich jedoch auf neue Stimuluspakete einigen und der Goldpreis spätestens im neuen Jahre oder traditionell zwischen Weihnachten und Neujahr nach oben ausbrechen und sich die Hausse fortsetzen. Sollten die Demokraten im Senat mit Biden als Präsident die Wahlen für sich entscheiden, so wäre dies extrem bullisch für den Goldpreis, der schnell auf neue Allzeithochs steigen dürfte. Man sollte nun auf den Abwärtstrend achten, denn wenn dieser überwunden werden sollte, dann würde dies ein Kaufsignal liefern. Fällt Gold hingegen im Umfeld eines stärkeren US-Dollars, dann gibt es spätestens an der 200-Tagelinie bei 1.770 US-Dollar eine antizyklische Kaufmöglichkeit.

Eine finale Korrektur um noch einmal 100 US-Dollar wäre denkbar

Dem Goldpreis in US-Dollar gelang in der vergangenen Handelswoche der bullische Ausbruch über den Abwärtstrend, als der US-Dollar kurzzeitig einen Schwächeanfall erlitt. Es zeigte sich jedoch, dass die Bullen nicht genügend Kraft hatten, um den Preis weiter nach oben zu treiben und sich kein bullisches Momentum entwickelte. Der Rückfall in den Abwärtstrend zum Wochenschluss ist charttechnisch ein negatives Signal, das man auch „False Break“ nennt. Hier droht nun ein kurzfristiger Long-Drop spekulativer Positionen am Terminmarkt, wenn der Preis noch ein Stück weiter fallen kann. Sollte sich der Goldpreis doch noch über diesen Abwärtstrend retten können und infolgedessen über 1.935 US-Dollar ansteigen können, so würde sich das bärische Bild negieren und man müsste das charttechnische Kaufsignal vorsichtig annehmen. Vor den Wahlen sollte man jedoch sehr vorsichtig agieren, den die nächste Woche wird sehr volatil am Devisen- und Goldmarkt werden!

Ein Rückfall in den Trend nach einem Ausbruch ist bärisch, zumal der Ausbruch relativ schwach war

Der Chart für den Goldpreis in Euro zeigt, dass der zuletzt steile Aufwärtstrend noch intakt ist, doch unmittelbar vor dem Bruch steht. Fällt der Goldpreis in Euro unter die Unterstützung bei 1.600 Euro je Feinunze, dann droht eine Korrektur bis an die Kreuzunterstützung bei 1.500 Euro. Dort sehen wir ein sehr gutes antizyklisches Kaufniveau, das man nutzen sollte. Aufgrund der geplanten Fortsetzung der QE-Programme über die nächsten Jahre, könnte der Aufwärtstrendkanal in den kommenden Jahren intakt bleiben.

Ein Rücksetzer auf 1.500 Euro je Feinunze wäre denkbar. Danach sollte der Preis jedoch wieder deutlich ansteigen

Der Chart für den Goldpreis in Euro auf kurzfristige Sicht zeigt, dass sich der Goldpreis in Euro in der vergangenen Handelswoche relativ schwach zeigte. Der Aufwärtstrend wurde bereits gebrochen und mit dem Unterschreiten der Unterstützung bei 1.600 Euro je Feinunze öffnet sich die Falltür und es entsteht ein Verkaufssignal bis 1.500 Euro je Feinunze. Dort würden wir die Hände aufhalten und antizyklische Käufe tätigen.

Ein Rücksetzer auf 1.500 Euro je Feinunze wäre denkbar. Danach sollte der Preis jedoch wieder deutlich ansteigen

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