Fed dovish – Fonds gehen zunehmend in Gold und Goldminen – die Hausse nimmt Fahrt auf!

Die Edelmetallpreise waren auch in der vergangenen Woche wieder extrem volatil, wie so oft seit dem internationalen Shutdown der Volkswirtschaften im März und dem Start einer neuen Runde quantitativer Lockerungen der Zentralbanken als Reaktion auf die von der Politik verursachte Wirtschaftskrise. Am Mittwochnachmittag kam es zu einem Short-Squeeze am Goldmarkt, nachdem China mit dem Start von Mittelstreckenraketen über dem südchinesischen Meer den USA drohte, was die Bären auf dem falschen Fuß erwischt hatte. Kurz nachdem die Shortseller den Goldpreis auf 1.903 US-Dollar und damit unter zwei wichtige charttechnische Unterstützungen drücken konnten, kam es aufgrund dieser Meldung zu spekulativen Käufen. Die Bären, die über Tage hinweg auf einen weiter fallenden Preis wetteten, wurden ausgestoppt und der Goldpreis sprang um 50 US-Dollar bis an den Widerstand bei 1.955 US-Dollar.

Die kurzfristigen Zinsen bleiben unten, was die Aktienmärkte und Gold nach oben treibt

Trump kündigte bereits an, die Wertschöpfungsketten der beiden Großmächte bei einer Wiederwahl weiter kappen und Hochtechnologie zurück in die USA holen zu wollen. Auch das totalitäre Regime in Peking will seinen Binnenmarkt stärken und die Abhängigkeit von ausländischen Importen reduzieren. Die gegenseitige ökonomische Abhängigkeit der beiden Volkswirtschaften war bisher ein Garant für Frieden, weshalb es sich bei den ständigen Konfrontationen um die Vorherrschaft im südchinesischen Meer bis dato um nicht mehr als Säbelrasseln handelte. Einerseits scheint es richtig zu sein den wachsenden Machtanspruch Pekings die Stirn zu bieten, denn die Knechtung und Verdrängung der Tibeter, die Umerziehung der Uiguren sowie die Übernahme Hongkongs zeigen, wie gefährlich das chinesische Regime ist. Andererseits birgt die Trennung der Volkswirtschaften die Gefahr, dass aus dem Säbelrasseln in Zukunft ein militärischer Konflikt entstehen könnte. Marktwirtschaft und Freihandel schaffen durch die Ausnutzung komparativer Vorteile wachsenden Wohlstand und erzeugen Abhängigkeiten zwischen Staaten, was letztlich Frieden sichert.

Trumps Chancen für eine Wiederwahl sind mittlerweile sehr hoch und es scheint als könnte nur noch ein Crash des Aktienmarktes Trumps zweite Amtszeit verhindern. Angesichts der sozialen Unruhen linksextremistischer Gruppen mit Mord und Plünderungen in demokratisch geführten Großstädten, wenden sich immer mehr Stammwähler enttäuscht von der demokratischen Partei ab und fliehen zu den Republikanern. Auch das totalitäre Vorgehen in den demokratischen Bundesstaaten während der Pandemie hat viele Wähler verschreckt, während die weniger restriktiven republikanischen Bundesstaaten, von denen sieben gar keinen Shutdown umsetzen, die Krise relativ unbeschadet überstanden. Selbst in Umfragen unter zahlenden Abonnenten des demokratischen Anti-Trump Senders CNN liegt Trump mit Biden auf Augenhöhe, was die massive Verschiebung der Wählerschaft zeigt und die Demokraten in Panik versetzt. Den Aktienmarkt dürfte eine zweite Amtszeit stützen, auch wenn das aktuelle Momentum des Anstiegs nicht nachhaltig ist und in den nächsten Jahren immer wieder Rücksetzer und Einbrüche die Stagflation begleiten werden.

Am Donnerstag folgte eine Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell beim alljährlichen Jackson Hole Treffen, das diesmal online stattfand. Er bestätigte noch einmal die veränderte Zielsetzung der Fed, wonach nicht mehr die Preisstabilität, sondern der Arbeitsmarkt das primäre Ziel der Geldpolitik wäre. Auch deutliche Anstiege des Verbraucherpreisindex über zwei Prozent sollen von nun an toleriert werden, um schnellstmöglich wieder Vollbeschäftigung zu schaffen, wobei man nur noch im langfristigen Durchschnitt zwei Prozent Teuerung anstreben würde. Bis dahin lag die Zielmarke der Teuerung bei zwei Prozent, bei deren Erreichen die Notenbank mit Zinsanhebungen reagiert hatte. Diese Änderung versetzt die US-Notenbank in die Lage die kurzfristigen Zinsen weiter bei null Prozent zu halten, auch wenn der Konsumentenpreisindex aufgrund der historisch einmalig starken Inflation der Geldmenge deutlich stärker als zwei Prozent ansteigen wird. Dadurch werden die Realzinsen noch weiter in den negativen Bereich rutschen und der US-Dollar weiter an Kaufkraft verlieren.

Ersparnisse werden damit auf längere Zeit nicht verzinst, während diese gleichzeitig hinterrücks durch die Inflationssteuer entwertet und somit die Sparer enteignet werden. Dies ist ein sehr bullisches Umfeld für den Goldpreis, weshalb sich die Hausse in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Auf diese Aussagen hin setzte der US-Dollar seine Talfahrt fort und fiel zum Euro auf 1,19 US-Dollar, während der Goldpreis 40 US-Dollar nach oben sprang und wieder den Widerstand bei 1.980 US-Dollar erreichte. Nur Minuten später erklärte Powell jedoch, dass er kurzfristig noch keinen Inflationsdruck erwarte, was sofort zu Verkäufen und Gewinnmitnahmen am führte, worauf der Preis wieder um 70 US-Dollar auf 1.910 US-Dollar einbrach. Seit anderthalb Wochen bewegt sich der Goldpreis in einer Spanne zwischen 1.910 US-Dollar und 1.980 US-Dollar auf der Oberseite erratisch wild hin und her, was zeigt, dass sich noch immer viele Spekulanten in diesem Markt tummeln und das Interesse von Investoren ungebrochen hoch ist.

Der US-Aktienmarkt konnte ebenso von der taubenhaften Rede Powells profitieren, da niedrige Refinanzierungskosten bei gleichzeitiger Entwertung der Kaufkraft den überschuldeten Zombieunternehmen unter die Arme greifen werden, was auch höhere KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnisse) rechtfertig. Der breite amerikanische Aktienindex S&P 500 stieg daraufhin weiter an, nachdem dieser den Widerstand an seinem Allzeithoch überwinden und auf 3.525 Punkte ansteigen konnte. Aktuell kommt es zu einer Kaufpanik (FOMO – Fear of Missing Out) bei Investoren, die trotz der massiven Inflation der Geldmenge mit einem nominellen Bärenmarkt gerechnet hatten und deshalb die Rallye verpassten. Oftmals haben diese Investoren zum Crashtief verkauft und müssen nun dem Markt zu Höchstkursen hinterherlaufen. Können die Aktienmärkte bis zur US-Präsidentschaftswahl in zehn Wochen weiter ansteigen oder ihr hohes Niveau verteidigen, dürfte Trumps Sieg, trotz Briefwahlen, sicher sein.

Der breite Aktienindex S&P 500 kletterte auf ein neues Allzeithoch

Russland und China haben bereits einen Impfstoff, den sie bereitwillig in die Welt verkaufen wollen und die USA kündigten diesen für die nächsten Monate zumindest schon einmal an. Zusätzlich verkaufte Trump vergangene Woche die Genehmigung der Covid-19 Plasma Therapie als großen Erfolg, obwohl diese Antikörper-Therapie aus dem Blutplasma geheilter Patienten bereits seit April in Europa und den USA angewandt wird. Angesichts nicht existenter Corona-Patienten in ganz Europa gehen weltweit immer mehr Menschen gegen die Abschaffung von Grundrechten auf die Straße, wie beispielsweise am Wochenende in London und Berlin, wo Hundertausende friedlich gegen die totalitären Einschränkungen demonstrierten. Angesichts dieser aufgeheizten Stimmung ist ein weiterer Shutdown selbst in Europa mittlerweile unwahrscheinlich geworden, wodurch Investoren wieder Mut finden und die Erholung der Wirtschaft an Momentum gewinnen könnte.

Um eine Pleitewelle zu verhindern, haben sich Union und SPD auf die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes bis Ende 2021 verständigt. Da mit Zombieunternehmen keiner Geschäfte machen will, soll auch die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht um weitere sechs Monate bis Ende März 2021 verlängert werden. Müssten die Unternehmen wieder ab dem 1. Oktober, wie vor dem Shutdown, ihre Insolvenz anzeigen, würde eine Pleitewelle und womöglich eine Kettenreaktion ausfallender Kredite im Bankensystem erfolgen, was die Regierungsparteien angesichts näherkommender Wahlen scheuen. Aufgrund der selbstinduzierten Wunden des Shutdowns gaben im ersten Halbjahr 2020 Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen mehr Geld aus als sie Einnahmen. Wie in jeder Rezession brechen die Steuereinnahmen weg, während die Ausgaben für die Arbeitslosenversicherung stark ansteigen. Ein Loch von 51,6 Milliarden Euro klafft im Staatshaushalt, was 3,2% des Bruttoinlandsprodukts entspricht. Im Vorjahresquartal gab es noch ein Plus von 46,5 Milliarden Euro. Auf das Gesamtjahr rechnet die Bundesbank mit einem Defizit von sieben Prozent, das über Neuverschuldung bzw. dem Drucken von Papiergeld und die Inflationssteuer finanziert wird.

Die Vorzeichen für eine Stagflation, einer Rezession gepaart mit steigenden Preisen, in der die Edelmetallpreise für Gold und Silber stark ansteigen werden über die nächsten Jahre, sind sehr gut. Es verwundert daher nicht, dass selbst die Investmentlegende Warren Buffet kürzlich eine Position in Höhe von 562 Millionen Dollar in den Goldproduzenten Barrick Gold aufgebaut hat, womit er sein Misstrauen in den Dollar und den Standardaktienmarkt demonstriert. Buffet scheint mit diesem Schritt überzeugt, dass die Inflation so hoch sein wird, dass es wichtig ist Gold im Portfolio zu haben anstatt Unternehmen des Standardaktienmarktes. Eine Minenaktien ist wie der Besitz von physischem Gold mit einem zusätzlichen Hebel.

Die Goldminen sind im Verhältnis zu Gold immer noch historisch günstig

Buffet hat mit diesem Kauf eine Tür geöffnet und seinem Beispiel dürften nun weitere Fondsmanager folgen, die sukzessive in Gold, Silber sowie deren Produzenten investieren werden. So hat vergangene Woche auch der Polizei- und Feuerwehr Pensionsfonds von Ohio (USA) 5% der verwaltenden 16 Milliarden US-Dollar in Gold investiert, um den Fonds gegen Inflation abzusichern. Nur 0,3 bis 0,5 Prozent der amerikanischen Ersparnisse sollen bisher in Gold alloziert sein, wobei das langfristige Mittel bei 1,5 bis 2 Prozent lag. Es gibt nicht genügend Gold zu diesen Preisen, wenn die weltweiten Fonds ebenfalls die gleiche kleine 5% Allokation in ihrem Portfolio als Absicherung vornehmen würden. Die aktuelle Korrektur, die seit einem Monat läuft, ist nur eine kurze Verschnaufpause in einem neuen übergeordneten Bullenmarkt, weshalb diese Korrektur eine Chance ist, um günstig zu nachzukaufen.

Technische Analyse zu Gold: Korrektur auf hohem Preisniveau – werden die Spekulanten noch rausgeschüttelt bevor die Hausse sich fortsetzt?

Terminmarkt: Schwäche und mutmaßliche Manipulation

Der Preis fiel um 75$ zum Stichtag des 25. August, während die Spekulanten gerade einmal 1,3 Tsd. Kontrakte abbauten. Damit zeigt sich in der Betrachtungswoche ein Überangebot am physischen Markt und relative Schwäche. In der vorletzten Woche zeigte sich ebenfalls Schwäche, während wir in der letzten Woche Stärke sahen. Es ist sogar eine leichte Preisdrückung über den Terminmarkt bei den Positionen der großen Händler zu vermuten, was wir erwartet hatten, denn der Widerstand bei 1.980$ bzw. die 2.000$ Marke musste verteidigt werden.

Der CoT-Index für die Kleinspekulanten ist mit 100 Punkten im Verkaufsbereich, was das bullische Sentiment noch einmal deutlich zeigt. Zum letzten Freitag steht der Goldpreis aktuell 20$ höher und die Volatilität auf hohem Preisniveau sagt uns, dass einerseits die physische Nachfrage immer noch stark ist und es immer wieder zu Nachfrageschüben kommt und andererseits dass die Spekulation trotz der trendlosen Phase aktuell immer noch sehr hoch positioniert sind.

Kurzfristig ist der Goldmarkt überkauft, doch ohne Überangebot am physischen Markt kommt es zu keiner Bereinigung der Spekulation

Der Langfristchart zeigt den Ausbruch des Goldpreises im vergangenen Jahr über den Widerstand bei 1.350 US-Dollar. In den vergangenen zwei Jahren stieg der Goldpreis in der Spitze um über 70% an, wobei der erste Anstieg bis 1.550 US-Dollar vor Corona auf Insiderkäufe zurückzuführen sein dürfe. Mit dem Shutdown im ersten Quartal brach der Goldpreis kurzzeitig ein, um danach den steilen Aufwärtstrend mit den neuen QE-Programmen sofort wieder aufzunehmen und auf ein neues Allzeithoch anzusteigen.

Das lang- und mittelfristige fundamentale Umfeld für den Goldpreis ist sehr gut, weshalb wir in den nächsten Jahren mit einer Fortsetzung der Hausse rechnen und bereits im nächsten Jahr einen deutlichen Anstieg über 2.500 US-Dollar je Feinunze erwarten. Aktuell befindet sich der Goldpreis in einer kleinen Korrekturphase, die jedoch auf einem hohen Preisniveau stattfindet, was ein bullisches Zeichen ist. Die Unterstützung bei 1.890 US-Dollar hat bereits gehalten, doch könnte ein kurzes Abrutschen darunter Spekulanten entmutigen, was für Regierungen ein erstrebenswertes Ziel ist. Ein Rücksetzer bis auf die Unterstützung bei 1.800 US-Dollar scheint kurzfristig immer noch möglich zu sein. Dies würden wir jedoch schon wieder als interessantes Kaufniveau sehen und hier antizyklische Käufe tätigen auf Sicht von sechs bis zwölf Monaten.

Ein Rücksetzer auf 1.820$ wäre eine antizyklische Kaufgelegenheit

Im Tageschart sehen wir die beiden Take Profit Signale mit dem jeweiligen Bruch der Aufwärtstrends und ein Verkaufssignal mit dem Fall unter die Unterstützung bei 1.980 US-Dollar. Nach einer kurzfristigen Gewinnmitnahme sind wir unterhalb von 1.980 US-Dollar short, wobei hier auch der Stop-Loss liegt. Über 1.980 US-Dollar hellt sich das charttechnische Bild auf und wir halten keine Shortposition. In der letzten Handelswoche pendelte der Goldpreis trendlos zwischen 1.910 US-Dollar auf der Unterseite und 1.955$ auf der Oberseite, wobei heute wieder der Widerstand bei 1.980 US-Dollar getestet wurde. Aktuell ist der Goldpreis sehr volatil und die Preisbewegungen kurz und stark, was ein klassisches Swing-Trading auf Sicht von Wochen bis weniger Monate schwer macht im Augenblick. Weitere kleine Verkaufssignale ergeben sich unter 1.955 US-Dollar, 1.910 US-Dollar und 1.860 US-Dollar, wobei wir die Shortgewinne bei 1.820 – 1.830 US-Dollar bereits wieder mitnehmen und eine mittelfristige Longposition eröffnen würden.

 

Kurzfristig korrigiert Gold trendlos auf hohem Preisniveau

Der langfristige Goldchart in Euro ließe ebenfalls noch einen Rücksetzer bis etwa 1.500 Euro je Feinunze zu, was wir ebenfalls als mittel- bis langfristige Kaufchance sehen. Der Goldpreis hat sich weit von seiner 200-Tagelinie entfernt und eine Rückkehr dahin, wäre eine gesunde Korrektur, bevor sich der Aufwärtstrend fortsetzen wird.

 

Der kurzfristige Chart in Euro zeigt die starke Unterstützung bei 1.610 Euro je Feinunze. Dass diese Marke verteidigt werden konnte, ist bullisch zu werten. Sollte diese Unterstützung jedoch brechen, dann dürfte es einen Sell Off bis 1.530 Euro geben. Oberhalb des Widerstands bei 1.690 Euro klart das Bild auf und der Chart wird wieder bullisch.

Der kurzfristige Chart in Euro zeigt die starke Unterstützung bei 1.610 Euro je Feinunze. Dass diese Marke verteidigt werden konnte, ist bullisch zu werten. Sollte diese Unterstützung jedoch brechen, dann dürfte es einen Sell Off bis 1.530 Euro geben. Oberhalb des Widerstands bei 1.690 Euro klart das Bild auf und der Chart wird wieder bullisch.

 

Die Unterstützung bei 1.610 Euro muss jetzt halten, sonst droht eine weitere kurze Korrektur

LUSTIGES UND MEMES