Goldpreis auf Rekordjagd – Minen und Silber folgen

Der Goldpreis stieg zum Wochenbeginn auf 1.745$ an, nachdem der unverhältnismäßige Shutdown in Europa und den USA immer noch anhält und die Notenpressen der Zentralbanken heiß laufen. Ohne die gigantischen geldpolitischen und fiskalischen Programme, die eine schnelle Rekapitalisierung des Kreditgeldsystems zum Ziel haben, wären die Aktienmärkte längst weiter eingebrochen. Anstatt Deflation und Rezession erleben wir eine Stagflation, deren schnelles Auftreten und Ausmaß historisch beispiellos ist. Ich hatte dies lange erwartet und in vielen YouTube Webinaren im Vorfeld kommuniziert, weshalb wir aufgrund der QE-Programme nach der Bodenbildung am Aktienmarkt auch als Käufer dabei waren und von dem bisherigen V-förmigen Anstieg des Aktienmarktes profitierten.

Die Lage für die Weltwirtschaft hellt sich langsam wieder auf und es gibt Hoffnung auf ein baldiges Ende des staatlich verordneten Shutdowns. Bereits seit einem Monat vertreten wir die Auffassung, dass auch in Europa und den USA ähnlich schnelle „Erfolge“ im Kampf gegen die Pandemie möglich sind, wie wir sie seit Anfang März in China beobachten konnten. Nimmt man China als Blaupause, so könnten die westlichen Volkswirtschaften ähnlich schnell wieder hochfahren, auch wenn die Mainstream Medien aktuell jeglichen Hang zur Realität verloren haben und weiterhin Panik- und Horrormeldungen verbreiten. Folgend einige klare Fakten, die uns hoffnungsvoll stimmen:

 

  • In den USA wird in dieser Woche der Pandemie-Höhepunkt erwartet. Nachdem bereits in der Heinsberg-Studie die Sterblichkeitsrate unter Einbeziehung der Toten mit COVID-19 offiziell bei 0,37% berechnet wurde, kommt eine amerikanische Studie zu dem Ergebnis einer Sterblichkeit von 0,1%, was einer milden Grippe entsprechen würde. Dies, sowie bereits verfügbare Antikörper-Therapien und weitere Medikamente senken diese Todesrate künftig weiter und machen Impfungen obsolet.

  • Schweden, das auf einen Shutdown der Wirtschaft und Einschränkungen grundsätzlicher Menschen- und Freiheitsrechte verzichtet hat, zeigt keine erhöhte Sterblichkeit zu den Vorjahren.

  • In den USA fordern immer mehr Experten die Aufhebung der Restriktionen. Es entstehen erste Widerstandsgruppen, die sich der staatlichen Einschränkung, der in der US-Verfassung niedergeschriebenen Menschenrechte, widersetzen. Einige Bundesstaaten wollen den Shutdown des Präsidenten aufheben, was Trump unter Zugzwang bringt. Trump forderte unterdessen mehrmals die Entlassung des Regierungsberaters und vermeintlichen Seuchenexperten Anthony Fauci (der amerikanische Dr. Drosten). Auch in der Bundesrepublik wächst der Unmut der Bevölkerung gegenüber den Maßnahmen der Bundesregierung und der Unmut wächst.

  • Spanien und Italien planen Lockerungen ihrer drastischen Beschränkungen des öffentlichen Lebens zugunsten der Wirtschaft.

  • Nach Berechnungen des Vorsitzenden des Haushaltsausschusses, Peter Boehringer, werden auf den deutschen Steuerzahler und Sparer, aufgrund des Shutdown der Wirtschaft, binnen der ersten drei Monate des Shutdowns Kosten in Höhe von 800 Mrd. bis 2.000 Mrd. Euro zukommen. Kurzarbeitergeld für 5-10 Mio. Menschen, das PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) und OMT erhöhten die EZB-Bilanz bisher bereits um über 500 Mrd. Euro.

  • Die Bundesregierung (eigentlich der Steuerzahler) haftet nun für alle Kredite, die von der KFW-Bank über Geschäftsbanken an Unternehmen und Privathaushalte ausgeben werden, da diese aufgrund des Shutdowns nicht mehr bereit waren auch nur 10% der Kreditrisiken zu tragen.

  • Es ist unmöglich weiterhin von der Substanz der deutschen Ersparnisse zu leben, ohne die Wirtschaft, Unternehmen und das Leben von Millionen Menschen zu gefährden. Der Shutdown könnte aufgrund einer schnellen Verschlechterung des Gesundheitssystems schnell zu mehr Toten als das Virus selbst führen, weshalb die aktuelle Situation nicht mehr lange politisch tragbar sein wird. Dies alles wirkt extrem inflationär und somit bullisch für den Gold- und Silberpreis.

  • Die EU will Unternehmen teilweise verstaatlichen, die durch die Maßnahmen der EU in die Insolvenz rutschen, was man nun mit dem Schutz vor chinesischen Übernahmen begründet, was eine Ausrede ist.

Seit dem Beginn der Corona-Krise wurde die Bilanz der EZB um eine halbe Billionen Euro ausgeweitet
Die Bilanz der US-Notenbank wuchs seit September um gigantische 2,3 Billionen USD an
Die Bilanz der US-Notenbank wuchs zum Vormonat um 41%

Die durch die staatlichen Eingriffe verursachte Wirtschaftskrise führt aktuell alle hochverschuldeten Unternehmen, die nicht teilverstaatlicht werden, in die Insolvenz. Normalerweise würden steigende Marktzinsen diese Pleitewelle nach sich ziehen, doch da die Zinsen seitens der EZB künstlich niedrig gehalten werden, konnten bis zu dem Shutdown viele Zombie-Unternehmen weiter am Wirtschaftsleben teilnehmen. Den Bankrott der Zombiebanken verhindern die Notenbanken durch ihren Aufkauf von Staats- und Unternehmensanleihen sowie staatlichen Garantien für Kredite und die fiskalischen Umverteilungsprogramme, welche die Krise letztlich nur noch verschlimmern werden.

Die staatlichen Garantien für Privat- und Geschäftskredite werden zu einer weiteren exzessiven Kreditvergabe an hochverschuldete Unternehmen führen, da das moralische Risiko nicht mehr die Bank, sondern der Steuerzahler tragen wird, während die Banken risikolose Gewinne einstreichen und sich sanieren können. Letztlich wird dies die Kreditgeldmenge weiter aufblähen und die Ausfallrate künftig weiter erhöhen, während das im System verbleibende Zentralbankgeld inflationär wirken wird. Unter dem Strich wird es zu einer Rekapitalisierung des Systems über eine Abwertung der Fiat-Währungen kommen.

Auch die Corona-Soforthilfen bzw. das Helikoptergeld wird über Schulden bzw. Inflation finanziert, sodass die Verbraucherpreise mittel- bis langfristig ansteigen werden. Da der Staat kein Geld besitzt, handelt es sich letztlich um eine Umverteilung der Vermögen von Sparern hin zu jenen, die die staatlichen Gelder erhalten. Diese gemeinwirtschaftliche Umverteilung funktioniert nur solange, bis alles Geld der Sparer umverteilt bzw. durch Inflation entwertet wurde. Am schwersten davon betroffen sind die Rentner und Pensionäre, deren Altersvorsorge sich in Luft auflösen wird. Diese können nicht noch einmal neu mit dem Sparen beginnen und werden womöglich in der Altersarmut enden. Es ist daher jetzt schon fast überlebenswichtig für ältere Menschen und jene, die sich dem Renteneintrittsalter nähern, die Früchte ihres Arbeitslebens vor der staatlichen Inflationssteuer in Sicherheit zu bringen. Der einfachste und sicherste Weg ist dabei eine Flucht aus dem Euro hinein in die inflationssicheren Geldmetalle Gold und Silber.

Der Silberpreis ist aktuell sehr günstig zum Gold mit einem Ratio von 109. Das historische Mittel liegt bei etwa 60 und am Ende von Bullenmärkten wurde oftmals ein Ratio von 30 erreicht. Damit hat ein Investment in Silber weniger Risiko und höhere Chancen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Silber in den nächsten Jahren stärker ansteigen wird als der Goldpreis, weshalb man nicht nur Gold, sondern auch Silber in sein Depot packen und von einer möglichen Outperformance profitieren sollte.

Silber ist historisch günstig zum Goldpreis

Die Minenaktien im HUI Goldminenindex sind in den letzten Wochen förmlich explodiert. Meine Abonnenten und ich hatten vor dem Einbruch rechtzeitig Minen abgestoßen und Cash gehalten, um diese dann bei einem Stand des HUI zwischen 150 und 170 Punkten in der größten Verkaufspanik wieder einzusammeln. Wir sehen den HUI aufgrund der QE-Programme schon bald bei über 300 Punkten notieren, was einen schnellen Profit von 100% bringen wird. Langfristig haben die Minen weiteres Potenzial, gerade in diesem neuen Stagflationsjahrzehnt. Dennoch sind Minen keine Witwen- und Weisenpapiere, da sie immer wieder stark einbrechen, weshalb Gewinnmitnahmen wichtig sind, um später wieder günstig nachkaufen zu können. 

Die Minenaktien steigen nun stark an, nachdem sie zuvor im Crash auch verkauft wurden

Größte künstliche Kürzung der Rohölproduktion in der Geschichte

Die OPEC+ Staaten haben sich darauf geeinigt ihre Produktion um 9,7 Millionen Barrel am Tag zu reduzieren, was etwa 10% des weltweiten Angebots entspricht. Die OPEC+ Staaten wünschen, dass sich auch die USA, Kanada, Brasilien und Norwegen den Produktionskürzungen anschließen werden, wobei man auf eine weitere Kappung um mindestens 5 Mio. Barrel und deutlich mehr pro Tag hofft. Durch den Stillstand vieler Volkswirtschaften nahm die globale Nachfrage um ein Drittel ab. Die Vereinbarung zur Produktionskürzung soll schrittweise bis April 2022 wieder zurückgenommen werden. Interessant ist, dass sich die USA bereit erklärten, den von Mexiko geforderten Teil der Kürzung zu übernehmen, wofür Mexiko später die USA entschädigen wollen.

Der Rohölmarkt zeigte sich unbeeindruckt von den Ergebnissen der OPEC+ Sitzung und befindet sich weiterhin in einem Abwärtstrend. Die hoch gesetzten Ziele zur Förderungskürzung werden nicht von heute auf morgen erfolgen, sodass das Überangebot und somit der Preisdruck auf den Rohölpreis noch einige Zeit Bestand haben wird. In der zweiten Jahreshälfte, wenn der größte Teil des Lockdowns aufgehoben sein wird, könnte der Rohölpreis aufgrund der Kürzungen wieder in das Defizit rutschen und deutlicher ansteigen. Bis dahin sollte man sehr vorsichtig sein, wenn man als Käufer am Rohölmarkt auftritt.

In Gold gerechnet ist der Rohölpreis mit nur 0,41 Gramm Gold je Fass Rohöl historisch günstig. Das langfristige Mittel liegt viermal höher. Es ist wahrscheinlich, dass der Rohölpreis auf Sicht der nächsten zwei bis drei Jahre wieder dorthin zurückkehren wird - auf die OPEC ist Verlass! Leider gibt es wenige Möglichkeiten langfristig in Rohöl zu investieren und es bleiben nur Futures oder wenige ETCs, deren Rendite jedoch auch unter den Rollverlusten leiden. Das Ausloten neuer Tiefs in den kommenden Wochen dürfte eine Chance bieten, um mittelfristig in das schwarze Gold zu investieren. Später, wenn das Ratio von Rohöl zu Gold wieder sein Mittel bei 1,5 bis 2 Gramm Gold je Fass erreicht hat, tauscht man die Gewinne wieder in Gold. Kurzfristig ist Rohöl jedoch noch im Abwärtstrend und kann noch einmal ein neues Tief ausloten.

Der Rohölpreis befindet sich weiterhin in der Bodenbildung
Mit nur 0,41 Gramm Gold je Barrel ist der Rohölpreis historisch günstig

Gold – nächstes Ziel 1.800$

Terminmarkt: Die relative Stärke hält an

Der Preis stieg zum Stichtag der Datenerhebung am 7. März um 102$, während die Spekulanten netto ihre Longposition sogar um 8,3 Tsd. Kontrakte reduzierten. Dies zeigt, dass die fundamentale Nachfrage weiterhin extrem stark ist und ein deutliches Defizit am Markt herrscht, das den Preis immer weiter nach oben treiben kann.

Die Daten der BIG4 deuten auf eine zusätzliche Manipulation über den Terminmarkt hin. Das Sentiment ist weiterhin bullisch gestimmt und die Spekulanten weigern sich bisher, ihre Longkontrakte auf den Markt zu werfen. Es verwundert nicht, angesichts der gigantischen QE-Programme und dem daraus entstehenden neuen Potenzial für den Goldpreis. Der CoT-Report ist massiv bullisch für Gold.

Dem Goldpreis gelang es in den vergangenen zwei bis drei Wochen über mehrere Widerstände anzusteigen und mehrere kurzfristige Kaufsignale zu erzeugen. Bereits mit der Ankündigung neuer Anleihenkäufe durch die Notenbanken wurden wir extrem bullisch, doch seit der Verkündung des unlimitierten Kaufprogramms der US-Notenbank und dem 750 Mrd. Euro schweren Kaufprogramm der EZB ist Gold ein starker Kauf.

Die gigantische bisherige Ausweitung der US-Geldmenge allein im letzten Monat um 40% wird eine massive Abwertung des Dollars nach sich ziehen und einen entsprechenden Anstieg des Goldpreises. Bis Jahresende ist gar eine Verdoppelung der Notenbankbilanz wahrscheinlich, was letztlich eine Halbierung der Kaufkraft des Dollars und eine Verdoppelung des Goldpreises nach sich ziehen sollte. Unser Preisziel von 2.000$ in diesem Jahr, das wir vor einem Monat ausgerufen hatten, ist daher noch sehr konservativ. Bei Gold und Silber sollte man jetzt nicht mehr auf Rücksetzer hoffen und diese, wenn sie denn noch einmal eintreten sollten, sofort als Kaufchance nutzen.

Der Goldpreis konnte zum Ende der vergangenen Handelswoche den Widerstand bei 1.670$ überwinden und hat damit ein erneutes kurzfristiges Kaufsignal geliefert. Zuvor gab es bereits Kaufsignale bei 1.500$, 1.550$ und bei 1.614$. Kurzfristige Unterstützungen, bei denen auch Stopp Loss Marken sind, liegen aktuell bei 1.700$ und bei 1.670$. Ein neuer kurzfristiger Aufwärtstrend ist intakt und solange dieser nicht gebrochen wird, geht die Rallye weiter.

Dem Goldpreis gelang es den Widerstand bei 1.700$ zu überwinden

Der Langfristchart zeigt, wo die Reise kurzfristig hingehen könnte. Der nächste Widerstand liegt bei 1.800$, wo eine erste Korrektur möglich ist. Im Umfeld dieser gigantischen QE-Programme ist es jedoch auch denkbar, dass auch dieser Widerstand nur eine begrenzte Zeit ein Hindernis darstellen wird, bevor der Goldpreis in US-Dollar mit Preisen über 1.900$ neue Allzeithochs erreichen und letztlich auch auf über 2.000$ je Feinunze ansteigen kann.

Mit dem Ausbruch über die Widerstände bei 1.350$ bzw. 1.400$ wurde bereits eine neue Hausse am Goldmarkt gestartet, doch die politischen Maßnahmen, die seitens der Notenbanken jetzt umgesetzt wurden, haben die Basis für eine Verdoppelung des Goldpreises gelegt. Rücksetzer bieten Kaufmöglichkeiten. Gute Trader könnten bei 1.800$ kurz Gewinne mitnehmen, um einen möglichen kurzfristigen Rücksetzer um 100$-200$ sofort wieder zu kaufen. Alternativ bietet jeder Rücksetzer eine neue Kaufmöglichkeit. Wir sind sehr bullisch für den Goldpreis!

Der nächste Widerstand liegt bei 1.800$ - darüber bei 1.900$