Warten auf Athen - Konsolidierung setzt sich fort

... stieg die globale Goldnachfrage im Jahr 2011 um 0,4% auf 4,067,1 Tonnen an. Die Investmentnachfrage war wieder einmal die Triebfeder, wobei die Industrie- und Schmucknachfrage konstant blieb. Auf der Angebotsseite weitete sich die Minenproduktion leicht auf ein neues Rekordniveau aus, was jedoch wieder durch einen Rückgang aus dem Recycling sowie erhöhten Zentralbankkäufen ausgeglichen wurde. Besonders die Nachfrage nach Goldbarren und –münzen nahm an Fahrt auf. Während die Schmuck- und Investmentnachfrage in Indien im Jahr 2011 rückläufig war, konnte die Nachfrage aus China ab dem zweiten Quartal wieder zulegen. Hintergrund war der rapide Anstieg und Verfall der Rupie mit einhergehenden Goldpreisschwankungen, die direkten Einfluss auf Nachfrage hatte, sodass es in Indien im zweiten Quartal einen Rückgang um 33% gab und aufs Gesamtjahr einen Nachfrageminus von 7%. Chinas Nachfrage stieg hingegen stark auf 82% der Indischen an. An den ETF-Daten konnten wir bereits in der Vergangenheit einen Wechsel von Derivaten oder börsengehandelten Sondervermögen hin zur Auslieferung physischer Ware beobachten. Dies bestätigt das WGC – seit 2009 war die Investmentnachfrage über ETFs stark rückläufig und brach im Jahr 2011 noch einmal um -58% auf ein kaum nennenswertes Niveau ein, während die Nachfrage nach Münzen und Barren diese Lücken mehr als Wett machte. Deutschland war nach Angaben des WGC der fünftgrößte Nachfrager nach Goldmünzen und –barren zu Investmentzwecken mit 159,3 Tonnen im Jahr 2011.